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Meine innere Schwalbe und die WM an der EM

Heute geht’s los. EM 2016. Ein Fest der Emotionen. Das Runde muss ins Eck. Freudentaumel. Aber auch Begriffe wie »Foul«, »Offside«, »Schwalbe« und Ausrufe wie »Schiri use!« werden Alltag.

Wir schauen zu, sehen fern, fiebern mit, verbrüdern uns und aus der Distanz betrachtet wissen wir genau »was geht« und wer es verdient hat zu siegen. Begünstigt durch unzählige Blickwinkel, ganz viele Kamera-Einstellungen, Slow-motion, bestätigende Stimmen aus dem Off und den Gang zum Kühlschrank oder den Ruf »no es Bier!«.

Anpfiff. Fokus. Das einmalige, neunzigminütige Spiel eines Fussball-Lebens beginnt. Unsere »Arschkarte« sitzt locker. Wir zücken sie gerne. Und wenn nicht sie, dann verteilen wir doch ungeniert mal »Gelb« und verwarnen aus der Begutachterposition spontan den Einen oder Anderen. Wir sehen, wann etwas Unrechtes geschieht. Speziell dann, wenn von einer »Lusche« die angesprochene Schwalbe praktiziert und dem Schiri etwas vorgemacht wird. Und dieser pfeifende Eckpfosten mit der Intelligenz eines Elfmeterpunktes hat’s wiederum erneut nicht gerafft...

Gut gebrüllt Löwe! Aber wie steht es denn mit unseren eigenen Fouls? Den Fouls unserer persönlichen »Neunzig Minuten«? Zücken wir da auch die Rote, wenn wir uns selber mit gestrecktem Bein in den Sprint säbeln? »Ich bin ne Pfeife...!« – Rot! »Jetzt hab ich’s schon wieder verbockt...!« – Rot! »Niemand liebt mich...!« – Rot! Zeigen wir unserem Ego ab und zu mal die gelbe Karte oder rufen dem inneren Richter zu »use!«? Nur so als liebevolle Verwarnung und den Hinweis, dass wir Menschen sind und Fehler machen dürfen? Eine Schwalbe: »Ich kann das nicht!« – Gelb! »Da gibt es bessere!« – Verwarnung! »Ach, eigentlich wollte ich es ja auch nicht wirklich...!« – zweite Gelb, Platzverweis. Ego, ab unter die Dusche!

Unser Spiel geht genau ein Leben lang. Begnügen wir uns nicht mit Schwalben und fordern den Elfmeter. Geben wir uns nicht mit einem Unentschieden zufrieden und riskieren eine Niederlage. Die Aussenseiterrolle im eigenen Spiel ist schwierig. Packen wir uns also ein Herz – das Eigene vielleicht? Es schlägt nur für uns! – und gehen mit dem Heimteam liebe- und respektvoll um. Wir können nur gewinnen! Anpfiff! Viel Spass und Genuss beim Mitspielen!

Europameister?
Nein: Weltmeister! Jeder von uns meistert seine eigene Welt.

 

 

Deine liebevolle, ganz persönliche »Arschkarte«

Wir lassen uns so einfach und gerne ablenken und vergessen unsere innere Weltmeister-Natur. Falls du als Erinnerung deine persönliche Aufmerksamkeitskarte haben möchtest, für dich selber oder zum weiterschenken, dann schreib mir. Ich schicke sie dir gratis und franko zu. Bestell sie hier.

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