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Rubrik:Tat-Sachen

»tragbare kommunikation, die reden macht«

Aus einer Vision wird wortkarg.ch

In einer Zeit, wo Menschen der »ersten Welt« scheinbar (fast) alle gesellschaftlichen Freiheiten geniessen dürfen, wächst die Hemmschwelle zwischen ihnen und ihre persönliche Verunsicherung steigt. Dies ist einerseits ein Widerspruch in sich selbst, andererseits nachvollziehbar. Der vorherrschende Zeitgeist mit seinen gesellschaftlichen Werten basiert verbreitet auf kommerziell kreierten Vorbildern und Erfolgskriterien. Dadurch entstehen Erwartungshaltungen wie auch Gruppendruck, welche auf das Individuum einwirken. Konsequenzen sind Gefühle von Zweifel und Minderwert und zeigen sich durch defensives Verhalten und Befangenheit. Offenheit bedeutet Gefahr und verschwindet, oder wird mittels offensiver Positionierung überkompensiert.

Wie kann dieser Entwicklung entgegengetreten werden?

Gemeinsam mit meinem Geschäftspartner versuchte ich, diese Frage zu beantworten. Es entstand das Unternehmen wortkarg.ch (»tragbare kommunikation, die reden macht«). Die Mission der Firma liegt darin, Produkte zu entwickeln, die »Eis brechen« und es Menschen ermöglicht, ohne Hemmungen und auf unverfängliche Art aufeinander zuzugehen. Dabei kann es sich genauso gut um ein Kleidungsstück handeln, wie um ein Snowboard oder ein Gesellschaftsspiel. In der Vermarktung seiner limitierten, von Hand nummerierten Produkte setzt wortkarg nicht auf »Kunden«, sondern auf den Aufbau einer Gemeinschaft von mitlachenden »Verbündeten«. Sie werden durch eher ungewohnte Aktionen im öffentlichen Raum auf wortkarg.ch aufmerksam und finden so den Weg auf die Website, den eigentlichen Verkaufskanal des Unternehmens.

Resultat: Wirtschaftlichkeit durch Identifikation mit der »Andersartigkeit«.

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